„Ich hab mich dem Leben ergeben und ich finde mein Schicksal toll“

Dieser sehr schöne Satz stammt nicht aus meinen Federn, sondern vom Rapper Dendemann, den ich sehr bewundere. Er hat mich animiert, einen etwas anderen Text zu schreiben. Ein paar Zeilen aus meinem Herzen.

Ich habe keine Lust mehr zu kämpfen!

Gegen meinen Körper, gegen die Welt dort draußen und gegen das Leben. Dinge verändern sich, auch ohne mein Einwirken. Meine Gedanken über die Zukunft oder die Vergangenheit kommen und gehen, wie das Wetter, welches sich stetig wandelt. Nichts ist Wirklichkeit, nur die Gegenwart in ihrer vollkommenen Schönheit. Ich sollte mir ein Beispiel an der Natur nehmen. Sie stellt nichts in Frage, ruht in der Ewigkeit der Veränderung und bleibt mit Allem verbunden.

Und doch kämpfe ich.

Ich kann nicht akzeptieren, das dieses Leben für mich ist. Immer auf der Suche nach Veränderung, verloren im Strudel des Alltags laufe ich Dingen hinterher, die ich eh nicht greifen kann. Meine Befreiung liegt im loslassen. Im SEINLASSEN. Schon habe ich erkannt, sobald ich mich dem Leben ergebe, werde ich glücklich sein. Eine Frage schwirrt jedoch umher, stetig kreisend mit voller Kraft. Menschen dort draußen haben etwas gegen mich. Warum? Sie sind ein Teil dieses Spiels, das ebenfalls kämpft. Für Anerkennung, Glück und ein klein bisschen Liebe. Alles ist schon in mir, vergraben hinter meinen Glaubenssätzen.

43 Jahre Kampf sind viel zu lang

Ich werde diesen Krieg verlassen. Die Waffen niederlegen und mich stellen. Mit allen Konsequenzen! Mein Bewusstsein ist nun bei euch, meine Liebe mit allen Facetten liegt euch zu Füßen. Ihr wart immer an meiner Seite, seid mit mir durch dunkle Höhlen gelaufen, über steinige Berge bis ans Meer. Nun sind wir angekommen. Hier möchte ich bleiben, sitzen für immer an eure Schultern gelehnt. Blickend auf die Wellen und schweigen. Ihr habt mein Herz, wo immer ihr hingeht. Vergangenheit oder Zukunft, es gehört euch.

Da ist es wieder, das kleine bisschen Sehnsucht. Es umtreibt mich jeden Tag.

Es zieht mich weg, macht mich wieder zum Menschen. Macht mich zu einem Suchenden, der zwischen Beton und Stahl nach Hoffnung gräbt. Schon wieder verloren das kleine bisschen Glück, rieselt es durch meine Hände. Blicke verfolgen mich, überall Suchende – niemand findet. 7,63 Milliarden Gleichgesinnte auf dem Weg des Lebens. Da muss noch etwas anderes sein. Etwas Größeres! Was wurde mir versprochen? Warum kann ich es nicht finden?

Du hast es schon, höre ich euch sagen!

Schließe deine Hände, halte es fest. Liebe ist scheu wie ein Reh. Erschrecke nicht. Setz dich, komm zur Ruhe. Atme, wie es die Bäume tun. Sortiere deine Gedanken und erinnere dich. Es war und ist nie anders gewesen. Vier Hände, die dich berühren. Vier Augen, die dich so sehen wie du bist. Einzigartig, mit allen Fehlern. Suchend und wieder findend. Zwei Menschen ohne Zweifel: Maria & Lina