Beim Wort Zufriedenheit muss ich schon wieder meine Großeltern ins Spiel bringen. Trotz Krieg und schwerer Zeiten wirkten sie immer zufrieden und glücklich. OK, Opa war manchmal etwas ungehalten, wenn ich die Füße auf den Tisch legte, die Kugelschreiber nicht in der richtigen Richtung lagen oder sich zu wenig Kartoffeln auf dem Teller befanden. Jedoch der liebevoll-skeptische Blick meiner Oma brachte ihn wieder in seinen Zufriedenheitszustand zurück.

In meinem Glücksblog war die häufigste Antwort auf meine Frage: „Was macht dich glücklich?“, dankbar und zufrieden zu sein, in diesem Land und in diesem Wohlstand zu leben. Jedoch kam anschließend die Frage in mir auf, warum doch so viele Menschen einen unglücklichen Eindruck machen. Liegt es an meinem Umfeld, an der dunklen Jahreszeit oder an der Tatsache, dass ich mir vielleicht nur unzufriedene Menschen anschaue. Die Antwort fand ich wie immer bei mir selbst. Denn auch ich bin oft unzufrieden und gebe mich meiner negativen inneren Stimme hin. Dabei habe ich ALLES, um zufrieden zu sein.

Zu diesem Thema konnte ich glücklicherweise eine Gastautorin gewinnen. Vanessa Freitag kommt aus Göttingen, hat ein Studium über Glück absolviert und gibt Seminare und Vorträge genau zu diesen Themen. In diesem Blog gibt sie 6 Tipps für mehr Zufriedenheit.

6 Tipps für mehr Zufriedenheit

Viele Menschen antworten auf die Frage, was ihr Lebensziel ist, damit, dass sie sagen, dass sie zufrieden sein wollen. Aber was braucht es, um wirklich zufrieden zu sein? Mehr Geld, mehr Erfolg oder mehr Liebe? Die meisten Menschen sind da tatsächlich der Ansicht, dass sie mehr Geld bräuchten. Das ist jedoch ein Irrtum, dem viele erliegen. Denn Studien zeigen, dass mehr Geld ab einem bestimmten Einkommensniveau nicht mehr mit einer Steigerung der Zufriedenheit einhergeht. Was ist es also dann, was uns zufrieden macht? Tatsächlich hängt unsere Zufriedenheit von verschiedenen Faktoren ab. Im Folgenden habe ich dir daraus sechs Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, ein zufriedeneres Leben zu führen:

1. Studiere dich selbst

Studiere dich selbst und finde heraus, was du liebst und was dir gut tut.

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2. Gehe deinen eigenen Weg

Gehe deinen eigenen Weg und kümmere dich nicht darum, was andere Menschen tun oder sagen. Denn so verlierst du deinen inneren Kompass. Besser ist es, herauszufinden, welche Werte dir am wichtigsten sind. Auf diese Weise folgst du deiner eigenen inneren Wahrheit und musst nicht ständig überprüfen, was andere tun und dich mit anderen vergleichen.

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3. Konzentriere dich auf deine Stärken

Konzentriere dich auf deine Stärken und fokussiere dich auf das, was du gut kannst. Du musst nämlich nicht alles können und schon lange nicht auf allen Hochzeit tanzen. Sonst verzettelst du dich nur.

Fragen, die du dir in diesem Zusammenhang stellen kannst, sind:

  • Was sind meine Stärken?
  • Was ist die Stärke, die mich am meisten ausmacht?
  • Wie könnte aus dieser Stärke eventuell eine berufliche Tätigkeit werden oder wie kann ich meine Stärken an meinem Arbeitsplatz mehr einbringen?

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4. Gehe einer Tätigkeit nach, die du liebst

Wenn du dich selbst, deine Werte und deine Stärken kennst und einer Arbeit nachgehst, die du liebst und die dich erfüllt, dann trägt das in großem Maße zu deiner Zufriedenheit bei.

Wenn du trotzdem nicht weißt, welcher Job dich wirklich erfüllt, dann können dir folgende Fragen dabei helfen es herauszufinden:

  • Womit beschäftige ich mich am meisten?
  • Was tue ich am liebsten, auch wenn es kein Geld bringt?

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5. Übe dich in Dankbarkeit

Wenn du das genießt, was du hast und dich immer wieder in Dankbarkeit übst, dann trägt das erheblich zu einem zufriedenen und glücklichen Leben bei. Denn so bewegst du deinen Fokus weg, von dem was du nicht hast, hin zu dem was du hast und lernst so die kleinen Dinge des Lebens mehr zu schätzen. Eine schöne Übung in diesem Zusammenhang ist „Drei gute Dinge“. Die Übung trägt nachweislich dazu bei, dass du glücklicher und zufriedener durch die Welt gehst. Sie geht so, dass du jeden Abend vor dem Zubettgehen drei Dinge aufschreibst, die an diesem Tag gut gelaufen sind und für die du dankbar bist. So wirst du merken, wie du im Laufe der Zeit immer mehr positive Dinge in deinem Leben wahrnimmst und sich dein ganzes Leben dadurch nachhaltig verändert.

Aktiviere den Fülle-Modus und öffne dich für das Glück in deinem Leben.

6. Weniger ist mehr

Konzentriere dich auf das, was dir wirklich wichtig ist und lass den Rest sein. Denn das ist dann nur vergeudete Lebenszeit. So gewinnt dein Leben an mehr Qualität.

Fragen, die dir in diesem Zusammenhang helfen können, sind:

  • Was ist  mir wirklich wichtig im Leben?
  • Was sind meine Bedürfnisse?
  • Wie viel von dem, was mir wichtig ist, lebe ich bereits?

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Vanessa Freitag
https://glueckssuche.de